Wir sind mehr als Golfer
Ein Golfclub ist mehr als Fairways, Greens und Turniere.
Mehr als Handicap-Zahlen und Mannschaftsergebnisse.
Ein Golfclub ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen.
Mit unterschiedlichen Geschichten, Berufen, Träumen und Lebenswegen.
Bei uns sind es nicht nur Hobbygolfer, die den Platz betreten.
Es sind Freundinnen und Freunde.
Familien.
Ehrenamtliche.
Menschen, die früh am Morgen die Anlage vorbereiten.
Menschen, die hinter den Kulissen planen, organisieren, reparieren und gestalten.
Wir sind Arbeitgeber.
Wir sind Mannschaftsspieler.
Wir sind Unterstützer, Zuhörer und manchmal auch Mutmacher.
Wir sind Jung und Alt. Anfänger und Könner. Laut und leise. Unterschiedlich – und genau darin verbunden.
Ein Golfclub ist ein Spiegel der Gesellschaft.
Hier begegnen sich Generationen.
Hier entstehen Freundschaften.
Hier wächst Zusammenhalt.
Mit unserer neuen Reihe möchten wir genau das zeigen:
Die Menschen hinter dem Club.
Regelmäßig stellen wir jemanden vor.
Ein Gesicht. Eine Geschichte. Ein Leben, das Teil unseres gemeinsamen Weges ist.
Denn am Ende sind wir nicht nur Mitglieder eines Vereins.
Wir sind eine Gemeinschaft.
Wir sind ein Abbild unserer Gesellschaft.
Wir sind mehr als Golfer.
Heute – V wie Verantwortung – Im Gespräch mit Lars Bender
Perfekte Grüns, saubere Fairways, klare Linien – vieles, was unseren Platz ausmacht, entsteht im Hintergrund. Verantwortung dafür tragen mehrere Schultern. Eine davon gehört Lars Bender, der seine Ausbildung zum Greenkeeper kürzlich als einer der Besten abgeschlossen hat.
Gemeinsam mit Markus Schmalenberger, an dessen Seite er arbeitet, übernimmt er zunehmend Verantwortung auf der Anlage – und wächst Schritt für Schritt in die Rolle des Head-Greenkeepers hinein.
Wir haben mit ihm über seinen Weg, seinen Alltag und den Blick in die Zukunft gesprochen.
Lars, wie bist du eigentlich zum Beruf des Greenkeepers gekommen? War das schon immer dein Plan?
„Gar nicht unbedingt. Das war eher ein glücklicher Zufall. Über meine Familie hatte ich immer mal wieder Kontakt zum Golf, aber dass ich das beruflich mache, war so nicht vorgesehen. Was mich dann gepackt hat, war die Vielseitigkeit – du bist draußen, arbeitest mit Menschen und siehst am Ende des Tages, was du gemacht hast. Und klar: Ein frisch gemähtes Grün oder ein Fairway im Schwarz-Weiß-Muster – das sieht einfach geil aus.“ 😄
Du arbeitest eng mit Markus Schmalenberger zusammen. Wie sieht dein Alltag aktuell aus?
„Viel Kontrolle des Platzes – das ist eigentlich die Basis von allem. Dann natürlich die Abstimmung im Team, vor allem mit Markus, und die Arbeitsverteilung. Seit dieser Saison liegt mein Schwerpunkt ganz klar auf den Grüns: Düngung, Pflanzenschutz, Mähintervalle, Pin-Positionen. Ich erstelle auch Pflegepläne, aber die werden ehrlich gesagt oft kurzfristig wieder geändert, weil einfach immer irgendwas dazwischenkommt.“ 😄
Maßnahmen wie Aerifizieren oder Sanden sorgen manchmal für Diskussionen. Warum sind sie so wichtig?
„Die sind extrem wichtig für die Gesundheit des Platzes. Beim Aerifizieren entfernen wir Filz und bringen Luft in den Boden – das verbessert den Gasaustausch und sorgt dafür, dass die Wurzeln besser wachsen. Dadurch werden die Gräser widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Außerdem kann Wasser besser versickern, wir haben weniger Staunässe und insgesamt vitalere Grüns.
Beim Sanden geht es vor allem darum, Unebenheiten auszugleichen und das Ballrollverhalten zu verbessern. Das sind alles Dinge, die man vielleicht kurzfristig merkt, aber langfristig machen sie den Unterschied.“
Wie gehst du mit Kritik von Mitgliedern um – gerade bei solchen Maßnahmen?
„Kritik gehört dazu. Ich finde, daraus lernt man immer etwas. Wichtig ist, sie anzunehmen und zu schauen, ob man Dinge besser machen kann. Gleichzeitig muss man natürlich auch erklären, warum bestimmte Maßnahmen notwendig sind. Am Ende geht es ja immer darum, den Platz in einem möglichst guten Zustand zu halten.“
Spielst du selbst Golf – und hilft dir das in deinem Job?
„Ja, ich habe Platzreife und spiele auch selbst – allerdings so, wie es meine Freizeit zulässt. Ich habe einfach zu viele Hobbys.“ 😂
„Aber die Spielerperspektive ist extrem wichtig. Zu wissen, wie sich ein Grün spielt oder wie ein Ball läuft, hilft dir auf jeden Fall bei Entscheidungen.“
Wenn du nach vorne schaust: Wo siehst du dich – und unseren Platz – in den nächsten Jahren?
„Ich möchte mich persönlich und beruflich auf jeden Fall weiterentwickeln. Wir haben hier schon einen richtig hohen Standard, und mein Ziel ist es, die Platzqualität mindestens zu halten – eigentlich soll sie sich stetig weiter verbessern.
Ich glaube, es wurde in den letzten Jahren schon viel verändert und umgebaut. Ideen gibt es immer, klar. Aber es muss auch alles umsetzbar bleiben und darf den Spielbetrieb nicht zu sehr beeinflussen.“
Zum Abschluss: Was bedeutet „Verantwortung“ für dich in deinem Job?
„Verantwortung heißt für mich, die richtigen Entscheidungen für den Platz zu treffen – auch wenn sie nicht immer auf den ersten Blick verstanden werden. Und jeden Tag daran zu arbeiten, dass der Platz ein Stück besser wird.“
Wir sind der Club.
Und Menschen wie Lars sorgen dafür, dass wir ihn jeden Tag erleben können.
AK